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RoSana Ayurveda

Vasti – die Sache mit dem Einlauf

 

Einläufe sind seit dem Altertum bekannt. Ursprünglich kamen sie vor allem bei Verstopfung zum Einsatz, heute dienen sie im Bereich westlicher Naturheilverfahren der „Darmreinigung“. Es kommt fast ausschließlich Wasser als Spülflüssigkeit zum Einsatz, die Vorstellung dahinter ist recht mechanistisch: Mit dem Feuerwehrschlauch wird der Darm mal so richtig sauber gespritzt.

Auch der Ayurveda ist eine uralte Wissenschaft, in deren Entwicklung sich ein reicher Erfahrungsschatz angesammelt hat. Wer heute eine Panchakarma-Kur macht, kommt unweigerlich mit einer Form des „Basti“ oder „Vasti“ in Kontakt, denn dieser spezielle Einlauf ist ein Kernstück in Prophylaxe und Therapie.

Zur Anwendung kommen Milch, Ghee, verschiedene Öle sowie Abkochungen (Dekokte) aus Pflanzenbestandteilen. Am häufigsten erfolgt der Einlauf in den Enddarm, bei speziellen Indikationen sind aber auch Einläufe in die Blase oder vaginal möglich (die beiden letztgenannten kommen im RoSana jedoch nicht zur Anwendung). Dabei geht es nicht einfach um „Reinigung“ oder Spülung des Darmes, sondern um wesentlich mehr. Die vier Basti-Formen, die im RoSana zum Einsatz kommen, haben spezifische Wirkungen. Ihr Einsatz richtet sich nach dem Therapieziel, das die Ayurveda-Experten nach sorgfältiger Anamnese und Untersuchung zusammen mit dem Patienten festlegen:

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IM ROSANA-HAUS

Eine jahrtausendalte Heilkunst.

Die ayurvedische Heilkunst birgt die Kraft, das Gleichgewicht zwischen körperlicher, geistiger und seelischer Ebene wiederherzustellen. Erleben Sie Heilung durch traditionelle und authentische Anwendungen!

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Shodhana Vasti

Diese Form dient tatsächlich in erster Linie der Reinigung, aber nicht nur des Darmes, sondern auch des Bindegewebes („Zwischengewebes“), das als Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Organen und seinen speziellen Funktionen fungiert. Die Flüssigkeitsmenge liegt zwischen ½ und 1 Liter, die Verweildauer im Darm zwischen 5 und 10 Minuten.

 

Lekhana Vasti

Dieser Einlauf löst überschüssiges Fett aus den Depots des Körpers und bringt es zur Ausscheidung. Zum Einsatz kommt diese Form bei Übergewicht und allen hormonellen und stoffwechselabhängigen Begleit- und Folgekrankheiten. Abnehmen ist dabei eigentlich nur ein erwünschter Nebeneffekt.

 

Snehana Vasti

Ziel ist, Zellen und Gewebe mit Feuchtigkeit zu versorgen, sodass Funktionen „flüssiger“ ablaufen und der Stoffwechsel „wie geschmiert“ funktionieren kann. Zum Einsatz kommen Öle oder Ghee, die zuvor durch spezielle Pflanzenauszüge aufgewertet (mediziniert) wurden. Neben der Regulation des Flüssigkeitshaushaltes lässt sich auch eine innere „Rückfettung“ (z.B. bei trockenen Hauterkrankungen) erzielen.

 

Brumhana Vasti

Die Stärkung der Muskulatur sowie Kräftigung des gesamten Organismus stehen im Mittelpunkt. Je nach Zusammensetzung reicht die Wirkung bis in den Bereich der emotionalen und mentalen Sphäre, daher liegen zahlreiche Krankheiten mit lokaler oder allgemeiner Schwäche (bis hin zu Burn-out) im Einflussbereich dieser Therapie.

Vata-Störungen sind nach ayurvedischem Wissen eine häufige Ursache verschiedener Krankheiten. Vata hat seinen „Sitz“ im Bereich des Dickdarmes, also genau dort, wo Einläufe in erster Linie zum Einsatz kommen. Deshalb sind Vastis geeignet, Vata-assoziierte Probleme prophylaktisch, aber auch therapeutisch zu beeinflussen. In erster Linie gehören hierzu verschiedene psychosomatische Erkrankungen (z.B. Erschöpfungszustände, Schlafstörungen, Ohrgeräusche). Aber auch das Immunsystem lässt sich auf diese Weise stärken. Erfahrene Ayurvedaärzte gehen davon aus, dass in gewisser Weise eine „Verjüngung“ erreichbar ist, wenn sensible Körperfunktionen durch gut balanciertes Vata stabilisiert werden.

Dr. Arun Pavithran (B.A.M.S.)
Ayurveda

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