Sie wünschen eine individuelle Beratung? Rufen Sie uns an: +49 8031 901090
Abhyanga Massage
AYURVEDISCHE ANWENDUNGEN – TEIL 4

Abhyanga für ein gesundes Leben

Abhyanga zählt im Ayurveda zu den sogenannten täglichen Routinen (Dinacharya) und wirkt sich als Massageanwendung mit Kräuterölen auf das ganzheitliche Befinden aus. Ob als Einzeltherapie oder als vorbereitende Therapie vor einer Panchakarma-Kur: Abhyanga ist ein wichtiges Instrument der Gesunderhaltung und trägt durch seine entspannende Wirkung zur physischen und psychischen Stabilisierung bei. Eine Wohltat, die uns eine Auszeit vom Alltag beschert und die unseren Körper wieder in Einklang bringt.

Ist Abhyanga das Richtige für mich?

Wie bereits angesprochen, ist die wärmende und ausgleichende Massagewirkung von Abhyanga nicht an akute Beschwerden geknüpft. Die Therapie nährt vielmehr den gesamten Körper, reduziert die Auswirkungen des Alters und verleiht sowohl dem Gewebe als auch den Gliedmaßen Festigkeit. Durch die fachkundige Massagetechnik werden aber auch die inneren Organe des Körpers stimuliert, die Lymphe bewegt und somit der körpereigene Entgiftungsvorgang angeregt. Diese Prozesse beruhigen die Nerven, verbessern den Schlaf, glätten die Haut und können sogar Haarausfall reduzieren. Darüber hinaus befriedet Abhyanga Vata und Pitta und stimuliert zugleich Kapha.

Aufgrund dieser ganzheitlich-positiven Wirkung kann diese Anwendung jedem empfohlen werden, der seinen Körper bei der Erneuerung und seinen Geist auf dem Weg zu klarerem Denken unterstützen möchte. Von einer Behandlung absehen sollte man lediglich bei Fieber, einer akuten Erkältung, während der Menstruation sowie einer Chemotherapie, bei Blutungsstörungen und Thrombosen.

In Indien
wird Abhyanga
als die Massage
der reinen
Liebe bezeichnet.

Abhyanga Massage RoSana

Wie läuft eine Abhyanga-Behandlung ab?

Abhyanga ist eine synchronisierte Massage des Körpers, deren therapeutische Bewegungen immer mit dem Fluss des arteriellen Blutes verlaufen – es wird in Richtung des Körperhaars massiert. Die Kunst von Abhyanga liegt dabei im variablen Druck sowie den unterschiedlich angewandten ayurvedischen Massagetechniken. »Samvahan«, sanftes Reiben, wechselt sich mit »Peedan«, also Druckausübung, ab: Auf Arme und Beine übt der Ayurveda-Experte beispielsweise mehr Druck aus, als im Hals-, Bauch-, Herz-, Gesichts- oder Stirnbereich. Der Nacken, die Taille sowie die Seiten des Körpers werden wiederum mit langen und festen Bewegungen massiert.

Zum Einsatz kommt immer eine aromatische Kombination ayurvedischer Öle, die speziell auf den Dosha-Typen des Patienten abgestimmt und aus verschiedenen Kräutern hergestellt werden. Diese Öle stärken allesamt die Physiologie und wirken äußerst entspannend. Im RoSana stehen uns für die Abhyanga-Behandlungen über dreißig verschiedene Kräuteröle zur Verfügung, die nicht nur zur Entspannung, sondern auch zur Linderung von Hautproblemen, zur Behandlung von Schmerzen oder der Verjüngung dienen.

Was bewirkt Abhyanga?

Während einer Abhyanga-Anwendung werden Sie zunächst die tiefenentspannende Wirkung bemerken, doch die ayurvedische Kraft entfaltet sich darüber hinaus auf Ihren gesamten Organismus: Die Übertragung von Wärme und Vitalenergie beschleunigt die Blutzirkulation und sorgt so für eine gute Sauerstoffsättigung in Ihrem ganzen Körper. Zugleich wird der Abtransport von Giftstoffen mobilisiert – dieser Prozess lindert auch lokale Schmerzen und Entzündungen. Die fließenden Bewegungen bei einer Abhyanga-Anwendung fördern außerdem die Elastizität und Funktionsfähigkeit von Nerven, Sehnen und Muskeln; ein Vorgang, der den gesamten Körper wieder geschmeidig macht und Steifheit sowie Sklerose von Blutgefäßen vorbeugt.

Wie bei allen ayurvedischen Behandlungen wird jedoch auch bei Abhyanga der psychischen Gesundheit ebenso viel Bedeutung beigemessen. Unsere Haut verfügt bekanntlich im Vergleich zu anderen Sinnesorganen über die größte Oberfläche und ist in der Lage, viele unterschiedliche Signale zu empfangen sowie diese entsprechend zu verarbeiten. Diese Sensibilität ist der Schlüssel für die positiven Wirkungen ayurvedischer Massagen – die Berührungen haben einen direkten, wohltuenden Einfluss auf das Nervensystem und beeinflussen die Zirkulation von Wachstumshormonen. Dabei stimulieren die traditionellen Massagetechniken bei Abhyanga unser Nervensystem besonders effizient und stabilisieren auf diese Weise unsere Gesundheit.

Im dritten Teil unserer Reihe über Ayurvedische Anwendungen stellen wir Ihnen
Shirodhara – den ayurvedischen Stirnölguß vor. »

Abhyanga Öle
Intensiv Panchakarma-Kuren 21 Tage

Panchakarma Kuren IM ROSANA

Die Pachakarma-Kur ist das Herzstück in der Ayurveda-Medizin und sorgt für eine gründliche Reinigung von Körper, Geist und Seele. Mit unseren medizinisch begleiteten Panchakarma-Kuren können Sie das natürliche Gleichgewicht Ihrer Doshas wiederherstellen und somit viele Zivilisationskrankheiten vorbeugen.
Lernen Sie unser Angebot an authentischen Panchkarma-Kuren kennen »

Dr. Sharmili Mehar Madishetty (B.A.M.S)
Ayurveda

4. November 2020 | Ayurveda
Pizhichil Der königliche Guss
Eine der intensivsten Anwendungen im Ayurveda ist der Ganzkörperölguss Pizhichil. Hier treffen gleich zwei Wirkungsweisen der indischen Heilkunst zusammen und entfalten ihr wohltuendes Potential: Öl und Wärme (Snehana/ Swedana).
Zum Artikel »
15. Dezember 2020 | Ayurveda
Mit Shirodhara zu Tiefenentspannung
Shirodhara leitet sich von den beiden Sanskrit-Wörtern Shiro (Kopf) und Dhara (Fluss) ab, was bereits sehr bildlich den Ablauf dieser Ayurveda-Anwendung vor Augen führt: Ein kontinuierlich warmer Öl-Strom wird über die Stirn gegossen, um tiefgehende Entspannung und Wohlbefinden zu erzeugen. Dieser tiefgreifende Einfluss auf das Nervensystem induziert einen entspannten Bewusstseinszustand, der zu innerem Gleichgewicht führt.
Zum Artikel »
8. April 2021 | Gesundheitstipps
10 Tipps für den Frühling – mit Schwung und Ayurveda aus dem Winter
Wir geben Ihnen 10 Tipps aus dem Ayurveda, wie Sie Kräfte tanken und beschwingt in den Frühling starten können.
Zum Artikel »
14. Juni 2021 | Ayurveda
Ayurvedische Augenheilkunde – Teil 1
So wie in der westlichen Naturheilkunde vom »Tor zur Seele« die Rede ist, sieht man im Ayurveda in den Augen die Verbindung des Menschen zur Welt. Mit diesen Tipps tragen Sie zur Gesunderhaltung Ihres Sehvermögens bei.
Zum Artikel »
8. Februar 2017 | Ayurveda
Vasti – die Sache mit dem Einlauf
Wer heute eine Panchakarma-Kur macht, kommt unweigerlich mit einer Form des „Basti“ oder „Vasti“ in Kontakt, denn dieser spezielle Einlauf ist ein Kernstück in Prophylaxe und Therapie.
Zum Artikel »
2. März 2017 | RoSana Allgemein
Die Klangliege im RoSana
Stellen Sie sich vor, Sie liegen auf einem großen Musikinstrument, Sie sind eingebettet in einen intensiven, harmonischen Klang und jede Zelle Ihres Körpers beginnt zu vibrieren.
Zum Artikel »