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ROSANA INTERDISZIPLINÄR

NATURHEILVERFAHREN – Einfach nur dran glauben?

 

Westliche und östliche Naturheilverfahren, Osteopathie oder Homöopathie sehen sich nicht selten mit dem Vorwurf konfrontiert, sie wirkten nur deshalb, weil Patienten an diese Methoden „glauben“. Dieser Glaube werde gefördert, weil die entsprechenden Therapeuten sich ihren Patientinnen und Patienten besonders intensiv zuwenden und viel Zeit für Gespräche, Untersuchung und Behandlung investieren. Wirksam seien „setting“ und Patientenerwartung, nicht aber die eigentliche therapeutische Maßnahme.

Was hat es nun mit dem Placeboeffekt auf sich? In Deutschland gibt es intensive Forschungsaktivitäten zu diesem Thema, und Experten gehen davon aus, dass „bis zu 70 % der Symptomverbesserung (beispielsweise bei Medikamenten in der konventionellen Medizin) auf einen unspezifischen Placeboeffekt zurückzuführen“ seien (Prof. Schedlowski, Uni Essen). Dabei sind diese Wirkungen von Scheinmedikamenten keine Einbildung, sondern auf messbare psycho-neuro-hormonelle Reaktionen zurückzuführen. „Die Interaktion mit dem Arzt, die Umgebung der Praxis oder der Klinik mit ihren typischen Gerüchen und Geräuschen – all das sind starke Stimuli, die der Patient mit einer therapeutischen Handlung verbindet“ sagt der Placeboforscher Prof. Benedetti (Uni Turin). Allerdings reagiert gar nicht jeder Mensch in den Experimenten der Placebo-Forschung, diese steht selbst erst am Anfang! Völlig unklar ist beispielsweise, welche konkreten Aspekte der Umgebung bei welchen Patienten welche Wirkungen auslösen, denkbar sind nämlich immer auch sogenannte Nocebo-Effekte, also Verschlimmerungen der Symptomatik. Auch zur Frage der „Haltbarkeit“ eines Placeboeffektes gibt es bislang keinerlei Ergebnisse. Es wird deutlich, dass eine Placebo-Reaktion von sehr vielfältigen Einflüssen abhängig ist und die entsprechende Forschung mit ihren im Prinzip einfach strukturierten experimentellen Modellen der Komplexität des Forschungsgegenstandes derzeit überhaupt nicht gerecht wird!

 

Naturmedizin – Alles nur Placebos?

 

Placebo bedeutet, dass eine Arznei ohne wirksamen Inhalt oder eine Behandlung ohne anerkannten Wirkmechanismus also nur auf dem Boden der positiven Erwartungen Wirkung entfaltet. Osteopathie also wirkt in erster Linie, weil sich der Therapeut/ die Therapeutin mit sanften Manipulationen an Nacken oder Hüfte oder Knie liebevoll zu schaffen macht und der „gläubige“ und erwartungsvolle Patient dabei im Gehirn das „Kuschelhormon“ Oxytocin ausschüttet? Ayurveda wirkt, weil spektakuläre Einlaufprozeduren und wärmende Öle einfach nur gut tun? In der Homöopathie wirken teilweise ausufernd lange Anamnesegespräche, nicht aber die homöopathischen Arzneien? Weil entsprechend eines rein materialistischen und reduktionistischen Wissenschaftsverständnisses gar nicht sein kann, was nicht sein darf? Ist es wirklich so einfach? Lässt sich mit einem erst am Anfang stehenden Wissen über Placebo die hochkomplexe Wirklichkeit menschlichen Leidens und Wieder-gesund-werdens wirklich erklären? Oder wäre es nicht naheliegender zuzugeben, dass wir im Grunde und trotz aller Forschung noch recht wenig wissen? Immerhin gibt es in Homöopathie und Osteopathie ca. 200 Jahre Erfahrung, im Ayurveda sogar mehrere tausend Jahre! Nicht gerade wenig Zeit im Vergleich zur manchmal relativ kurzen Halbwertszeit der Gültigkeit mancher „schulmedizinischen“ Empfehlungen!

Stellen Sie sich vor: Sie buchen eine Panchakarma-Kur, weil Freunde Ihnen das empfohlen haben. Sie erwarten neuen Schwung und körperliche Frische, Wellness eben. Sie sind voll positiver Erwartung, vielleicht wurde Ihnen sogar das RoSana empfohlen. Ideale Voraussetzungen also für das Wirksamwerden des Placeboeffektes. Was Sie aber nicht erwartet haben, sind Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen und erst mal einige Tage Abgeschlagenheit. Statt Placebo also Nocebo. Und am Ende der Kur bleibt die Erschöpfung womöglich noch bestehen. Wetten, dass Sie sich das anders vorgestellt haben? Und dann kommt langsam aber sicher die erwünschte Vitalität und Leistungsfähigkeit. Sie fühlen sich besser denn je. Das Gewicht normalisiert sich ebenso wie die Verdauung. Ihre ursprünglichen Gelenkschmerzen sind komplett verschwunden. Aber warum tritt die tiefe Wirkung erst so verzögert ein? Muss das so sein: erst das Leiden und dann der Placeboeffekt? Warum nicht umgekehrt und bitte wenn möglich auch ohne „Leiden“?

Wenn Sie mehr erfahren wollen über das, was jenseits aller Placeboaspekte in einer Panchakarma-Kur abläuft, dann lesen Sie in diesem und den beiden nächsten Ausgaben des RoSana-Newsletters über Hintergründe und subjektive Erfahrungen in einer solchen Kur! Wir freuen uns auf Sie!