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ROSANA AYURVEDA

FAQ: Ayurveda Kur

Muss man mit speziellen Komplikationen im Rahmen einer Ayurveda Kur rechnen?
Dies hängt vor allem von der Intensität der Anwendungen ab. In Indien sind Ayurveda-Ärzte und Therapeuten weniger zimperlich als hier im Westen: Wir versuchen immer, die individuelle Ausgangssituation des Patienten zu berücksichtigen und die Stärke der Therapiereize an die zu beobachtenden Reaktionen unserer Patienten anzupassen. Daher sehen wir im RoSana nur ganz ausnahmsweise Komplikationen, meist im Sinne von Kreislaufschwäche mit Schwindel und Kollapsneigung bei einer Panchakarma-Kur. Neben sorgfältiger Berücksichtigung von Vorgeschichte und Vorbefunden gehören engmaschige Puls- und Blutdruckkontrollen zur Begleitung unserer Patientinnen und Patienten.

Können die verwendeten Öle Allergien auslösen?
Im Prinzip ja. Bei Patienten mit entsprechend empfindlicher Haut oder einer Ekzem- bzw. Allergie-Vorgeschichte vermeiden wir Kräuter-Öle, wenn sich dies mit dem Therapieziel vereinbaren lässt. Die Verwendung von Kokosöl ist aber selbst in kritischen Situationen meist möglich, weil es einen kühlenden und reizlindernden Effekt hat.

Können sich in einer Ayurveda Kur Krankheiten auch verschlimmern?
Wie bei manchen anderen naturheilkundlichen Behandlungsformen der westlichen Medizin auch, kann es zu anfänglichen Beschwerdeverstärkungen kommen. Diese sind aber in der Regel, und wiederum abhängig von Schwere, Dauer und Vorbehandlungen, meist nur vorübergehend. Eine tatsächliche und anhaltende Verschlimmerung eines Krankheitsbildes passiert nur, wenn die Anfangs-Diagnose aus ayurvedischer oder auch „schulmedizinischer“ Sicht falsch gestellt war oder – bei eigentlich richtiger Diagnosestellung – die Therapie falsch konzipiert war. Um das zu vermeiden, legen wir Wert auf eine besonders umfassende ayurvedische und internistische Eingangsuntersuchung unter Berücksichtigung sämtlicher Vorbefunde der Patienten.

Dürfen Medikamente der westlichen Medizin während einer Ayurveda Kur weiter eingenommen werden?
Das ist auf jeden Fall möglich und in vielen Fällen auch notwendig. Allerdings kommt es oft vor, dass während einer Kur die Dosis mancher Medikamente reduziert werden kann (z.B. Bluthochdruckmittel). Ob dieser Effekt im Anschluss an eine Kur auch längerfristig bestehen bleibt, müssen sorgfältige Befundkontrollen unter ambulanter Weiterbetreuung durch Haus- oder Fachärzte entscheiden.

Kann die Konstitution eines Menschen durch Ayurveda verändert bzw. verbessert werden?
Die Konstitution mit ihren körperlichen, emotionalen und geistigen Anteilen ist uns angeboren. Ein konsequenter Lebensstil nach ayurvedischen Regeln ist aber in der Lage, störende konstitutionelle Aspekte vordergründig abzumildern. Wenn Sie mit blauen Augen auf die Welt gekommen sind, dann werden ihre Augen blau bleiben. Wenn sie einen anfälligen Darm oder ein reizbares Temperament haben, dann lassen sich diese Phänomene durch geeignete Anwendungen und Modifikationen des Verhaltens und Lebensstils dämpfen.

Kann man mit Ayurveda Krebs vorbeugen oder Krebs behandeln?
Man darf annehmen, dass Stoffwechsel und Immunsystem durch konsequenten ayurvedischen Ernährungs- und Lebensstil gestärkt werden. In diesem Sinne lässt sich auf dem Weg des Ayurveda in gewissen Grenzen eine Tumorprävention erreichen. Eine Therapie von Karzinomen allein durch Ayurveda ist aber sicher nicht möglich! Wenn ein Krebsleiden aber durch entsprechende onkologische Therapie (Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) erfolgreich behandelt werden konnte, dann ist anschließend eine entsprechende Unterstützung sämtlicher gesunder Zellen und Organe auf jeden Fall wieder möglich. So lassen sich die Nebenwirkungen der „schulmedizinischen“ Therapie mildern. Ayurveda hat aber während Chemotherapie und/ oder Bestrahlung keinen Sinn.

Bei welchen Krankheitsbildern hat eine Panchakarma-Kur die besten Effekte?
Es gibt zwei klinische Indikationsbereiche, bei denen wir im RoSana besonders häufig gute bis sehr gute Behandlungsergebnisse sehen: Rheumatische Muskel- und Gelenkerkrankungen sowie Krankheiten des Magen-Darm-Traktes. Selbstverständlich hängt es immer vom konkreten Einzelfall ab, das heißt: auch von der Dauer und Schwere der Krankheit.

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Lassen sich auch psychosomatische Krankheitsbilder mit Ayurveda behandeln?
Schlafprobleme, manche Ängste und depressive Verstimmungen lassen sich positiv beeinflussen, schwere Formen dieser Krankheiten erfordern aber immer auch fachärztliche und oft auch psychotherapeutische Behandlung und Begleitung. Andere Krankheitsbilder (z.B. Reizdarm, Spannungskopfschmerzen), die üblicherweise zu den psychosomatischen gezählt werden, können ebenfalls behandelt werden. Dabei ist im RoSana hilfreich, dass auch eine körperorientierte psychotherapeutische Begleitung angeboten wird.

Passen Ayurveda und westliche Medizin zusammen?
Auf jeden Fall! Auch in Indien selbst findet man immer häufiger Kliniken, die beides unter einem Dach anbieten. Da sowohl Ayurveda als auch die westliche Medizin an Grenzen ihrer Möglichkeiten stoßen, sind Synergie-Effekte wünschenswert und können sowohl die Prognose mancher Krankheiten verbessern, als auch die Therapiesicherheit für Patienten steigern.

Darf ich kein Fleisch mehr essen, wenn ich mich ayurvedisch ernähren will?
Nein! Nur während der Kur und für eine gewisse Zeit anschließend sollten Patienten kein Fleisch essen. Ayurveda kennt je nach Konstitution und Krankheitsbild sogar Situationen, wo spezielles Fleisch (weiß, rot, Huhn, Lamm etc.) zur individuellen Diät gehört; hier ist individuelle Beratung notwendig. Allerdings kann man sagen, dass der teilweise hohe Fleischkonsum in der westlichen Ernährung für zahlreiche Funktionsstörungen und Krankheitsbilder ursächlich ist. Eine Reduktion des Fleischkonsums ist also sicher zu empfehlen und führt so gut wie nie zu Mangelerscheinungen.

Wie oft sollte man eine Ayurveda Kur machen?
Gerade bei chronischen Krankheiten sollte eine ayurvedische Kur mehrfach wiederholt werden. Wir empfehlen in diesen Fällen einmal pro Jahr eine Kur zu machen, häufiger ist nicht sinnvoll. Nicht selten bleibt zwischen den Kuren die Motivation fürs Durchhalten von ayurvedischen Ratschlägen für den Alltag auf der Strecke oder man verliert seinen im RoSana erfahrenen Rhythmus. Dann kann es sinnvoll sein, zwischendurch einen Kurzaufenthalt von 2-3 Tagen einzuplanen und sich ein „Update“ bezüglich Lebensstil und Ernährung sowie ein oder zwei gezielte Anwendungen zu gönnen.

Dr. Arun Pavithran (B.A.M.S.)
Ayurveda

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